Das Weingebiet Steiermark versucht mit aller Kraft sich einen Platz unter den Besten zu sichern. Im BA-CA Forum präsentieren sich beinahe alle wesentlichen Weingüter des Landes. Sieben Räume stehen zur Verfügung - eng an eng stehen die Winzer und preisen ihre Weine an. Nicht dass es weniger Winzer als in Niederösterreich gäbe, die sich letzte Woche präsentierten, aber diesmal sind beinahe alle zugegen. Und dies macht es schwieriger alle entsprechend zu würdigen, denn nach etwa neunzig Minuten, so meine bescheidene Meinung, kann eine Verkostung nur mehr ungefähre Ergebnisse liefern. Also nach etwa eineinhalb Stunden muss ein Ergebnis her - und dieses will ich hier anführen:
Von den Sorten - diesmal Sauvignon blanc - Muster.gamlitz, Weingut-Landhaus Schwarz, Weingut List, Weingut Silly und Weinhof Florian.
Der Rheinriesling (meine Lieblingsrebe) zeigte in diesem Jahr nicht wirklich seine Stärke. Selbst das steiermärkische Landesweingut Silberberg erbrachte zwar eine achtbare Leistung, doch im Vergleich leider nur durchnittliche Ergebnisse für diese Rebe.
Bei den Weissweinen habe ich mich noch auf den Grauburgunder konzentriert: hier gibt es feine Weine bei - Weingut Tauss (hochpreisig) und Weingut Scheucher.
Rotweine sind in der Steiermark nicht prominent vertreten, dennoch einige meiner Favoriten: Weingut Schwarzl (Blauer Zweigelt Barrique)und Weingut Hannes Harkamp (Cuvée Mantastraera aus Merlot und Blauer Zweigelt).
So nun zu meinem Favoriten - diesmal war es besonders schwer sich zu entscheiden, denn viele Weingüter liefern interessante Weine mit guten Ergebnissen, doch man will einfach etwas über den Durchschnitt empfehlen:
Weingut Gerngross aus Fresing - der Sauvignon Blanc war sehr fein, der Graue Burgunder von der Lage Hochegger mit 14 % sensationell, schließlich noch der Gelbe Muskateller eine Topqualität (www.weingut-gerngross.at).
Donnerstag, 23. April 2009
Donnerstag, 16. April 2009
Niederösterreich-Tag in Wien
Im BA-CA Kunstforum fand eine Verkostung niederösterreichischer Weine statt. Niederösterreichische Weinverkostungen sind an einer höchst unterschiedlichen Bewertung zu bemessen. Es gilt Regionen von Carnuntum, der Thermenregion bis zum nördlichen Weinviertel zu bewerten. Entsprechend unterschiedlich präsentieren sich die Weine. Fast alle Regionen haben das ganze Sortiment zu bieten. Doch nicht immer sind sie auch ideal ausgebaut. Bei dieser Verkostung, und ich denke bei vielen anderen ähnlicher Provenienz sind die wirklich prominenten Weingüter ohnehin nicht mehr vertreten, sei es aus Kosten- oder auch aus Prestigegründen. Wollte man noch die bekanntesten Weingüter aufzählen, muss man erwähnen: Domäne Wachau, Weingut Pitnauer oder Lenz Moser und Stift klosterneuburg. Aber genau das macht es spannend: was kann ich Neues entdecken. Bleiben wir bei der Lieblingssorte dem Rheinriesling - gute Weine liefern der Winzerwaldhof Aschauer in Droß, Weingut Mehofer am Wagram, sehr gut auch Manuela Wandl im Kamptal, Hofbauer in Unterretzbach, oder Weingut Petz in Hadres. Bei den Rotweinen habe ich mich auf St. Laurent konzentriert, da gilt es zu empfehlen: Weingut Pitnauer, Fichtenbauer-Mold in Langenlois, oder Weingut Mitternast in Pernersdorf.
Bei 37 vorgestellten Weingütern suche ich dann so etwas wie eine Überraschung, was kannte ich bisher noch nicht, was hat mich am Gesamten am meisten beeindruckt. Dies war diesmal: das Weingut Reisinger in Obritz (www.reisingerwein.at). Sowohl der Rheinriesling als auch der Weißburgunder wissen zu gefallen , wobei letzterer eine Spätlese ist und ziemlich Restzuckergehalt hat. Bei den Roten gibt es einen Rathay eine Klosterneuburger Züchtung, die ganz kräftig schmeckt. Der Syrah im Barrique ausgebaut ist preislich mit Euro 5,20 ziemlich unschlagbar. Der Cabernet Sauvignon 2007 ist um Euro 7,00 wohlfeil und eine echte Entdeckung. Dieses Weingut hat was drauf.
Bei 37 vorgestellten Weingütern suche ich dann so etwas wie eine Überraschung, was kannte ich bisher noch nicht, was hat mich am Gesamten am meisten beeindruckt. Dies war diesmal: das Weingut Reisinger in Obritz (www.reisingerwein.at). Sowohl der Rheinriesling als auch der Weißburgunder wissen zu gefallen , wobei letzterer eine Spätlese ist und ziemlich Restzuckergehalt hat. Bei den Roten gibt es einen Rathay eine Klosterneuburger Züchtung, die ganz kräftig schmeckt. Der Syrah im Barrique ausgebaut ist preislich mit Euro 5,20 ziemlich unschlagbar. Der Cabernet Sauvignon 2007 ist um Euro 7,00 wohlfeil und eine echte Entdeckung. Dieses Weingut hat was drauf.
Samstag, 11. April 2009
Weinquartier in Retz
Mit Superlativen muss man bekanntlich sparsam umgehen. Allzuvieles wird durch Hochloben rasch beliebig. Allerdings diese Gebietsvinothek kann bedenkenlos empfohlen werden. Die Gebietsbeschränkung betrifft das Weinviertel. Die Auswahl ist groß, wirkt aber nie unübersichtlich. Dabei hilft die optische Gestaltung. Jedes Weingut wird in Bild und Text vorgestellt und beherbergt einen Stand. Verkostung ist selbstverständlich - ein eigener Verkostungsraum kann angemietet werden. Die Weine werden zu ab-Hof-Preisen verkauft. Als Ergänzung wird noch ein Sortiment an Riedel-Gläser angeboten. Auch am Sonntag kann man Wein kaufen und probieren.
www.weinquartier.at
www.weinquartier.at
Mittwoch, 1. April 2009
Up-date: Wein bei Hofer
Auch der Sauvignon blanc Klassik 2008 (siehe Februar) braucht keine Konkurenz zu scheuen. Die Bewertung 3-4 kann absolut gehalten werden. Ein tolles Preis/Leistungsverhältnis .
Freitag, 20. März 2009
Sächsischer Wein
Das kleinste Weinanbaugebiet Deutschlands im Test. Auch aufgrund der preislichen Situation wurden die Weingüter Klaus Zimmerling oder Lutz Müller (beide mit guten Wertungen in vielen Verkostungen) nicht berücksichtigt, hingegen die großen Unternehmen wie Schloß Wackerbarth oder Winzergenossenschaft Meißen. Die Reben reichten von Weißburgunder über Riesling, Riesling x Traminer, sowohl Landweine als auch QbA, die Jahrgänge 2007 und 2008. Warum hier nicht einzelne Weine bewertet wurden, hat mit der Tatsache zu tun, dass alle verkosteten Rebensäfte kaum über die Bewertung 1 hinauskamen. Einerseits die nördliche Lage und andererseits wenig kreatives Potential zeigten eben nur durchschnittliche Ergebnisse. Meine Vermutung geht auch dahin, dass viel Zuckerzugabe die Weine auch sortenuntypisch werden läßt. Ein sehr ehrlicher Weinberater schwankte zwischen sächsischem Regionalstolz und der eigentlichen Unvergleichbarkeit der Weine mit anderen Regionen. Der relativ hohe Preis ergibt sich durch den geringen Ertrag, fehlende Marketinglösungen aus historischen Entwicklungen und schließlich wenig kreative Kellermeister folgen alten eingelernten Schemen. Aber vielleicht braucht es nur ein paar wilde jugendliche Winzer, die ein neues Potential entdecken und die Region wachküssen.
Dienstag, 10. März 2009
Burgenlandpräsentation
An die 100 Winzer aus dem Burgenland boten am 9. März ihre neuesten Weine in einer Verkostung im Museumsquartier an. Es war geboten am frühen Nachmittag vorbeizukommen, gegen Abend war das Gedränge in den engen Räumlichkeiten beträchtlich. Nur wenige Zentimeter waren jedem Winzer zugestanden und nur fünf Weine durften angeboten werden. Angesichts der Vielfalt an angebotenen Weinen ist die hier folgende Auswahl nicht nur subjektiv sondern auch selektiv. Was auffällt: trotz Burgenland viele Weißweine, trotz der enormen Auswahl eher wenige einprägsame Erlebnisse – viel durchschnittlich Ware, die umgekehrt formuliert keine Massenware sind.
Einige Beispiele:
St. Laurent Commander 2006 vom Weingut Keringer (Mönchhof)
Sauvignon Blanc 2008 vom Weingut Familie Paul Koppitsch (Neusiedl)
Big John 2007 und Legends 2007 vom Weingut Erich Scheiblhofer (Andau)
Cabernet Sauvignon 2006 und Cuvée Rot 2006 vom Weingut Harald Kraft (Rust)
Cuvée Excelsior 2006 (BF - CS - Syrah – ME) vom Rotweingut Lang (Neckenmarkt)
Cuvée Morandus 2006 (BF mit CS, ZW, ME) vom Weingut Juliana Wieder (Neckenmarkt)
Cuvée Kentau 2005 (BF, CS, ME) vom Weingut Wallner (Deutsch-Schützen)
Unterschätzt im Burgenland der Merlot:
Merlot 2005 vom Arkadenweinhof Weber in Lutzmannburg
Merlot 2006 vom Weingut Weninger in Horitschon
Für mich die Entdeckung: Weingut Franz Tischler (Halbturn)
Sowohl einen schönen Welschriesling 2008 als auch einen hervorragenden Cuvée Kranawitzl 2004 (Zweigelt - Blaufränkisch - Pinot Noir)
Einige Beispiele:
St. Laurent Commander 2006 vom Weingut Keringer (Mönchhof)
Sauvignon Blanc 2008 vom Weingut Familie Paul Koppitsch (Neusiedl)
Big John 2007 und Legends 2007 vom Weingut Erich Scheiblhofer (Andau)
Cabernet Sauvignon 2006 und Cuvée Rot 2006 vom Weingut Harald Kraft (Rust)
Cuvée Excelsior 2006 (BF - CS - Syrah – ME) vom Rotweingut Lang (Neckenmarkt)
Cuvée Morandus 2006 (BF mit CS, ZW, ME) vom Weingut Juliana Wieder (Neckenmarkt)
Cuvée Kentau 2005 (BF, CS, ME) vom Weingut Wallner (Deutsch-Schützen)
Unterschätzt im Burgenland der Merlot:
Merlot 2005 vom Arkadenweinhof Weber in Lutzmannburg
Merlot 2006 vom Weingut Weninger in Horitschon
Für mich die Entdeckung: Weingut Franz Tischler (Halbturn)
Sowohl einen schönen Welschriesling 2008 als auch einen hervorragenden Cuvée Kranawitzl 2004 (Zweigelt - Blaufränkisch - Pinot Noir)
Donnerstag, 5. März 2009
Riesling 2008 - Vergleich
Zwei mal Deutschland, ein mal Wien
(alle Weine im Segment 5-10 Euro)
a) Weingut Winter (Dittelsheim-Hessloch-D) Riesling 2008
ausgewogenes Säurespiel, spritzig, anhaltend im Abgang, feine Mineralik - Wert: 3-4
b) Reichsrat von Buhl (Deidesheim-D) Riesling 2008
sehr trocken, spritzig, direkt, zu früh in der Flasche (?) - Wert: 2
c) Weingut Cobenzl (Wien-A) Riesling 2008
breit und direkt, unauffällige Nase, trocken, kaum Mineralik - Wert: 2-3
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