Donnerstag, 27. August 2009
ACHTUNG - Sauvignon blanc bei Hofer
Montag, 17. August 2009
Das Tessin und der Merlot
Merlot:
Castelli Bellinzona – Merlot 2007 DOC (2-3). Aus den klimatisch begünstigteren Zonen im Süden war es: I vini di Guido Brivio – Baiocco/Mendrisio – Merlot 2007 DOC (3) , Azienda Agricola Terreni alla Maggia (Ascona) – Barbarossa – Merlot Reserva 2006 DOC (3-4)
Mittwoch, 12. August 2009
Neuchâtel – Neuenburgersee
Eine Ortschaft weiter in Auvernier besuchte ich die Domaine E. de Montmollin Fils. Folgende drei Weine wurden verkostet: Neuchâtel Viognier 2008 AOC (eine Sorte die hauptsächlich im Rhônetal zu finden ist, eher frühreifend, hat eine kräftige goldene Farbe und in der Nase nach süssen Früchten riechend, die aber im Geschmack auf der Zunge sich anders entfalten, trocken mit einer angenehmen Restsüsse) 3 Punkte. Nummer zwei: Auvernier blanc „Non-filté“ 2008 AOC (also ein Chasselas, ungefiltert, die Flasche wurde vor dem Öffnen leicht geschüttelt, die Farbe trüb, sehr spritzig, fast moussierend, jung zu trinken) 3 Punkte. Und zuletzt: „Les deux sauvages“ Assemblage 2007 AOC (also etwas frei übersetzt: die zwei Wilden – ein Cuvé aus Gamaret und Garanoir, sehr erdig, entfalten sicher keine Geschmacksexplosionen im Mund, aber sind trocken und als Begleiter zu einem schweren Essen doch eine nette Abwechslung). (2-3)
Montag, 10. August 2009
A wie Appenzell
Freitag, 31. Juli 2009
Schweizer Wein (das Proseminar)
Trotzdem bezeichnet sich die Schweiz gerne als Weinland. Ich habe mal gehört, dass in allen sechsundzwanzig Kantonen Wein angebaut wird. Somit haben wir auf einem begrenzten Gebiet eine Vielzahl an unterschiedlichen Sorten und durch die vielfältigen klimatischen Bedingungen auch eine grosse Menge an verschiedenen Endprodukten. Zwar gibt es die Teilnahme an Messen und Verkostungen, aber eine komplette übersicht über den Schweizer Wein ist kaum zu finden. Man muss sich selbst auf den Weg machen.
Geschichte: Natürlich auf die Römer zurückgehend – manche Quellen sprechen von noch älteren Wurzeln, dann über die Erfahrungen der Klöster bis zum Wein in der Flasche heute ist es eine lange Strecke. Vor 1960, wie in vielen Ländern, macht die Reblausplage zu schaffen.
Gebiete: Deutschschweiz (Rheintal vor allem, aber auch andere kleinere Enklaven), Tessin, Wallis, Drei-Seen-Region, Waadt und das Gebiet um Genf.
Rebfläche: insgesamt ca. 15 000 ha
Sorten: Weiss (Chasselas oder Fendant, Silvaner und Riesling/Silvaner)
Sorten: Rot (Pinot noir oder Blauburgunder, Gamay und Merlot)
Autochthone Sorte: Petite Arvine
„Denn um wirklich zu ihr zu gelangen, zur wahren Weinkultur der Eidgenossenschaft, muss man sich zuerst durch einen Berg von Traditionen kämpfen, muss tief eindringen in allerlei Winzergeheimnisse, überlieferungen und regionale Besonderheiten.“ (Wolfgang Fassbender in: Die besten 400 Weingüter der Schweiz; Orell Füssli Verlag Zürich 2009)
Mittwoch, 24. Juni 2009
Wein in Wien 2009
Der Wiener Weinpreis ist das Eine (gute Marketingaktion von Wiener Winzern) - Weinverkostungen mit Winzern ist das Andere. Jedenfalls versucht die Stadt Wien ihren Winzerinnen und Winzern zu helfen und stellt den Arkadenhof des Wiener Rathauses zur Verfügung - dort werden für jeweils ein Euro sechzehntel Gläser mit Wein gefüllt. Diese Attraktion wird erstaunlich gut angenommen, auch beim heutigen weniger günstigen Wetter finden sich viele Menschen ein und trinken Wiener Wein. (Nebenbei die "Ess-Stände" sind lange nicht so gefragt wie die einzelnen "Vinotheken" genannten Kojen.) Zur Auswahl stehen 125 Weine.
Meine Ausgangssituation ist folgende: Zehn Weine (60 zu 40 weiss/rot). So verkoste ich nicht ausschließlich die Siegerweine, auch die grossen Wiener Winzer (Edelmoser, Zahel, Christ lasse ich aus) und wähle intuitiv nach meiner Geschmackslust. Finde es schön, dass es Winzerinnen gibt und bevorzuge sie, mal einfach so. Nun zu den Ergebnissen:
Weiss - Grüner Veltliner Kadolzberg (Weingut Hofer) sehr gut trinkbar, als Veltliner bestens erkennbar (3); Sauvignon Blanc (Weingut Irene Langes) wunderbar in der Nase, für einen Wiener Wein erstaunlich (3); Grauer Burgunder (FM Mayer Vitikultur) wenig überzeugend für einen Burgunder (1); Rheinriesling (Weingut Irene Langes) erstaunlich spritzig, leicht bitter im Abgang (2) - Rheinriesling (Weingut Marina Mostbeck) abgerundet, Säure schön eingebunden, für mich auch so wie letztes Jahr Siegerin (3); Rheinriesling (Weingut Jutta Ambrositsch) sehr schön im Abgang, die Wiener Rieslinge sind halt einfach leicht bitter (2).
Rot - Pinot Noir (Weingut Wieninger) zurecht ein Siegerwein, kaum zu glauben, dass Wiener Trauben im Spiel sind, fast metallisch im Geschmack, ein schöner Wiener Rotwein (3), Cabernet Sauvignon Reserve (Weingut Hofer) eher enttäuschend, Bitterkeit im Geschmack, zu wenig Bukett (1), Cuvée Berg (Weingut H.P.Göbel) ein feiner Wein (2), Cuvée Exquisite (Weingut Karl Lentner) fein, abgerundet, noch etwas hart in der "Mitte", vielleicht noch Reife in der Flasche notwendig? (2).
Insgesamt gesehen sind die Wiener Weine nicht so schlecht wie ihr Ruf, sicherlich haben sie andererseits keinen wirklichen Spitzenplatz im Spektrum der österreichischen Weinlandschaft. Das Bemühen ist positiv anzumerken und alle Weine die versuchen, einen durchschnittlichen Wein beim Heurigen zu überbieten, da gebührt Lob und Dank an die Winzerinnen und Winzer.
Dienstag, 19. Mai 2009
Wagram in Wien
Die Entdeckung für mich: Weingut Stefan Bauer (www.weingutbauer.at) aus Königsbrunn - einen GV “Wagram” der beachtlich ist; einen Riesling 2008 mit feinen Tönen und auch der Rote Veltliner spritzig und fruchtig.
